Die Phi Phi Entscheidung

Nach 2 Wochen Bangkok und Phuket hatte ich das Verlangen nach etwas Entspannung. Die vielen Menschen, die unzähligen Autos (bzw. sonstigen Fortbewegungsmittel), die Abgase und vor allem der ständige Lärm – das alles wollte ich eintauschen gegen leere Strände, bessere Luft und etwas Ruhe. Zumindest vorübergehend.

Auf eine andere Insel zog es mich. Doch auf welche nur? Diese Entscheidung fiel mir gar nicht so leicht…

Koh Phi Phi vielleicht?

Diese kleine Inselgruppe liegt im Süden Thailands in der Andamanensee, gehört zur Provinz Krabi und besteht aus insgesamt sechs Inseln. Die zwei bekanntesten heißen Phi Phi Don und Phi Phi Leh. Die Phi Phi Inseln (a.k.a. Koh Phi Phi, Phi Phi Islands, PP) zählen zu den schönsten Inselparadiesen der Welt. Und zwar aufgrund der weißen Sandstrände, des türkisfarbenen Wassers und der schönen Buchten, aber genau so wegen der sehr guten Möglichkeiten zum Tauchen, Schnorcheln, Bootfahren, Klettern und Wandern. Erreichbar ist Phi Phi mit der Fähre oder, wer es gerne etwas zügiger auf die Insel schaffen möchte, mit einem Speedboot. Die Anreise ist von Phuket, Krabi oder Koh Lanta aus möglich.

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Die größte und zugleich Hauptinsel ist Phi Phi Don, welche auch als einzige bewohnt ist. Wenn du mit dem Boot ankommst befindest du  direkt am Ton Sai Beach. Hier ist sozusagen der Hafen von Phi Phi, wo alle Boote und Fähren an- und ablegen. Es gibt eine Touristeninfo und Zimmervermittlung sowie eine Gepäckaufbewahrung für diejenigen, die nur auf der Durchreise für ein paar Stunden an Land gehen. Direkt anschließend befindet sich das Ton Sai Village. Das einzige Dorf der Insel. Straßen oder Autos gibt es nicht. Zu anderen Stränden gelangst du per Boot. Der Ton Sai Beach ist auch für seine legendären nächtlichen Beachpartys und Feuershows bekannt und lockt damit viele Partyhungrige auf die Insel. Natürlich hat Phi Phi Don aber auch noch einige andere Strände zu bieten, an denen es angeblich etwas beschaulicher und ruhiger zugeht.

Die etwas kleinere und unbewohnte Nebeninsel ist Phi Phi Leh. Dort liegt die weltberühmte Maya-Bucht, welche ihren absoluten Mega-Hype der Tatsache zu verdanken hat, dass dort der Film „The Beach“ mit Leonardo DiCaprio gedreht worden ist, welcher im Jahr 2000 im Kino lief. Wobei ich gehört habe, dass für den Film dann doch noch einiges nach bearbeitet wurde, um das ganze noch paradiesischer erscheinen zu lassen. Hollywood eben. Jedenfalls führte der Film zu der immer größer werdenden Bekanntheit der Phi Phi Islands.

Das hört sich ja alles traumhaft an! Erster Gedanke: Sofort dorthin beamen, bitte! Genau diesen hatte ich auch. Nur dann ließen mich ein paar Fakten an meiner Entscheidung zweifeln. Wie etwa die hohen Zimmerpreise. Oder die Tatsache, dass in Phuket wirklich an jeder Ecke Tickets für einen Phi Phi Trip verkauft wurden. Außerdem störte mich, dass tatsächlich auch viele wegen der Partys dort hinfahren. Auf Halligalli hatte ich keine Lust. Und viel Platz zum Ausweichen ist dort ja wirklich nicht.

Aus allen Richtungen werden Tag für Tag hunderte , oder tausende, Touristen auf die Inseln gebracht. Meist als One-Day-Trip. Für relativ viel Geld. In der Hauptsaison legen mehrmals täglich Fähren und Boote in Richtung Phi Phi ab. Viele der Besucher fahren am Nachmittag zurück. Einige bleiben auch. Für eine Party, für ein paar Tage, vielleicht auch für länger.

Irgendwie reizte mich das alles dann doch überhaupt nicht mehr. Nach kurzer Recherche war für mich klar: Auf nach Koh Lanta! Das hörte sich so ziemlich genau nach dem an, wonach ich gesucht hatte!

Das Ticket buchte ich spontan direkt bei meinem Hotel. Für die Überfahrt von Phuket nach Koh Lanta habe ich 1000 Baht bezahlt. Das sind etwa 27 €. Wahrscheinlich hätte ich irgendwo anders noch ein wenig günstiger buchen können, aber das war mir egal. Dafür wurde ich mit einem Minivan direkt am Hotel abgeholt und zum Pier gebracht. Es war alles komplett durch organisiert. Geradezu eine touristische Massenabfertigung. Als erstes ging es mit dem Phi Phi Cruiser auf die Phi Phi Islands, die ja etwa auf halber Strecke nach Koh Lanta liegen. Die Überfahrt war sehr ruhig und dauerte knapp 2 Stunden. Ich hatte einen schönen schattigen Platz an Deck und brauchte noch nicht mal Globuli wegen meiner Seekrankheit nehmen. Und das will was heißen. Auf Phi Phi hatte ich einen ganz kurzen Aufenthalt bevor es mit einer anderen Fähre nach Koh Lanta weiterging. Diese Überfahrt dauerte nur etwa 1 Stunde. Bei dem kurzen Zwischenstopp auf Phi Phi wurde mir schnell klar, dass ich mich genau richtig entschieden hatte. Viel voller als hier konnte es kaum werden. Koh Lanta konnte für mich nur die bessere Wahl gewesen sein.

An der Maya-Bucht hielt das Boot extra 10 Minuten an, damit auch wirklich jeder Passagier sein Selfie machen und den berühmten Strand ausreichend bewundern konnte. Mich hat der Anblick nur abgeschreckt. Die ganze Bucht war vor lauter Booten kaum zu sehen. Am Strand Menschenmassen! Dort wollte ich wirklich überhaupt nicht hin. Auf dem Foto erkennt man leider nicht viel, aber ich möchte es dir an dieser Stelle nicht vorenthalten. 😉

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Blick auf die Maya-Bucht

 

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Bei der Ankunft auf Phi Phi Don

 

Spruch des Tages:

„Wer morgens zerknittert aufsteht, hat den ganzen Tag über viele Entfaltungsmöglichkeiten.“  (Heinz Rühmann)

5 Gedanken zu “Die Phi Phi Entscheidung

  1. Roli schreibt:

    Ich finde die Idee mit deinem Blog auch super.
    Ein wenig Ruhe nach dem ganzen Trubel ist doch auch mal schön, vorallem in so einer schönen Kulisse. Weiterhin ne tolle Zeit 🙂

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  2. Bischis schreibt:

    Bon dia Melli,
    erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!
    In Portugal ist es anderes herum: jetzt im Winter haben viele Winterruhe und geschlossen, bei 17° Maximum am Mittag kein Wunder!
    Viel Erfolg bei der Findungsphase!

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  3. Andrea L schreibt:

    Liebe Melli!
    Vielen Dank, dass du uns an deinen Erlebnissen teilhaben lässt.
    Deine Berichte sind meine kleine Auszeit von der Realität und denn Stress 🙂
    Weiterhin eine gute Reise!
    Andrea

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  4. die Mama schreibt:

    Da sieht man wieder mal, man kann planen wie man will, meistens kommt es doch anders.
    Aber genau das ist ja das schöne. Weiterhin gut Reise🏝⛴🤗
    Dein „Spruch des Tages“ ist immer noch das i-Tüpfelchen. Klasse!

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